Polnische Lehrer interessieren sich für die Flüchtlingsbetreuung in Kirchberg

Am Donnerstag, 29. Juni waren sieben Lehrerinnen und Lehrer einer Schule in Zamosc, der polnischen Partnerstadt von Schwäbisch Hall, mit ihrem Schulleiter in Kirchberg. Sie waren in dieser Zeit Gäste der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik in Schwäbisch Hall und wollten sich in Kirchberg über die Betreuung von Flüchtlingen in Deutschland informieren. Bernard Cantré vom Freundeskreis Asyl, der die Anfrage aus Schwäbisch Hall erhielt, stellte die Kontakte her und übernahm die Organisation.

Auf dem Programm standen der Besuch in der Lendsiedler Grundschule, die Besichtigung des Adelheidstiftes und ein Gespräch mit dem Sozialarbeiter Herrn Henne und mit Mitgliedern des Freundeskreises. Zwei der Lendsiedler Lehrerinnen, Frau Hofmann und Frau Jesse, haben den polnischen Kolleginnen und Kollegen einen Einblick in die Arbeit mit Flüchtlingsschulkindern gegeben, und bei der Führung im Adelheidstift durch den Hausmeister, Herrn Kruse, konnte sich die Delegation ein Bild von der Wohnsituation von Flüchtlingsfamilien machen. Dass das Adelheidstift im Vergleich zu vielen anderen Flüchtlingsunterkünften besonders gute Bedingungen bietet, wurde während der Führung und in der Gesprächsrunde danach klar zugegeben. Die Gäste zeigten sich insbesondere beeindruckt von der großen Zahl Ehrenamtlicher und deren vielfältige Unterstützung und Hilfe.

Die Schule in Zamosc hat einen besonderen Schwerpunkt, „Internationalität“, was man aus den Fragen der Besucher auch heraushören konnte. Es bestand großes Interesse daran, wie mit Fremdheit und kultureller Vielfalt umgegangen werden kann - entgegen der bekannten Vorbehalte der Polen, was die Aufnahme von Flüchtlingen betrifft. Die Schule will mit Kirchberg in Kontakt bleiben und den Link zu der entsprechenden Projektseite, den der Schulleiter noch senden wird, darf der Freundeskreis auf seine Hompage aufnehmen.