Aktuelles

Neuer Kurs der Lernwerkstatt

Seit dem 7. November läuft in der Fabrik ein neuer Kurs der Lernwerkstatt.

Weitere Informationen gibt es hier

Informationen beim letzten Treffen des Freundeskreis Asyl am 12. Oktober

 

 

 

 

 

Beim letzten Freundeskreistreffen am 12. Oktober gab es zahlreiche Informationen zur aktuellen Situation in Kirchberg,

zu Problemen, die auf Asylbewerber zukommen können,

und zu einem offenen Brief, den der Freundeskreis unterstützt.

 

Diese Informationen finden sie hier

 

und als pdf-Datei zum Downloaden

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Informationen vom Freundeskreistreffen
2017_10_12_Aktuelle_Informationen.pdf
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Polnische Lehrer interessieren sich für die Flüchtlingsbetreuung in Kirchberg

Am Donnerstag, 29. Juni waren sieben Lehrerinnen und Lehrer einer Schule in Zamosc, der polnischen Partnerstadt von Schwäbisch Hall, mit ihrem Schulleiter in Kirchberg. Sie waren in dieser Zeit Gäste der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik in Schwäbisch Hall und wollten sich in Kirchberg über die Betreuung von Flüchtlingen in Deutschland informieren. Bernard Cantré vom Freundeskreis Asyl, der die Anfrage aus Schwäbisch Hall erhielt, stellte die Kontakte her und übernahm die Organisation.

Auf dem Programm standen der Besuch in der Lendsiedler Grundschule, die Besichtigung des Adelheidstiftes und ein Gespräch mit dem Sozialarbeiter Herrn Henne und mit Mitgliedern des Freundeskreises. Zwei der Lendsiedler Lehrerinnen, Frau Hofmann und Frau Jesse, haben den polnischen Kolleginnen und Kollegen einen Einblick in die Arbeit mit Flüchtlingsschulkindern gegeben, und bei der Führung im Adelheidstift durch den Hausmeister, Herrn Kruse, konnte sich die Delegation ein Bild von der Wohnsituation von Flüchtlingsfamilien machen. Dass das Adelheidstift im Vergleich zu vielen anderen Flüchtlingsunterkünften besonders gute Bedingungen bietet, wurde während der Führung und in der Gesprächsrunde danach klar zugegeben. Die Gäste zeigten sich insbesondere beeindruckt von der großen Zahl Ehrenamtlicher und deren vielfältige Unterstützung und Hilfe.

Die Schule in Zamosc hat einen besonderen Schwerpunkt, „Internationalität“, was man aus den Fragen der Besucher auch heraushören konnte. Es bestand großes Interesse daran, wie mit Fremdheit und kultureller Vielfalt umgegangen werden kann - entgegen der bekannten Vorbehalte der Polen, was die Aufnahme von Flüchtlingen betrifft. Die Schule will mit Kirchberg in Kontakt bleiben und den Link zu der entsprechenden Projektseite, den der Schulleiter noch senden wird, darf der Freundeskreis auf seine Hompage aufnehmen.

Offener Brief an die Abgeordneten des baden-württembergischen Landtags

Der Freundeskreis Asyl Kirchberg-Jagst ist entsetzt darüber dass sich die Landesregierung von Baden-Württemberg an den von der Bundesregierung gewollten Abschiebungen von Flüchtlingen nach Afghanistan beteiligt.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat mehrfach auf die sich ständig verschlechternde Sicherheitslage in Afghanistan hingewiesen und auch das Auswärtige Amt spricht für Afghanistan unverändert Reisewarnungen aus. Schleswig-Holstein hat sich deshalb für einen Abschiebestopp nach Afghanistan entschieden und weitere Bundesländer setzen die Abschiebungen nach Afghanistan aus - aber nicht Baden-Württemberg.

Bei einer dieser Abschiebungen ist ein gut integrierter schon länger im Kreis Schwäbisch Hall lebender junger Mann nach Afghanistan abgeschoben worden, wo er weder Verwandte noch Freunde vorfindet, da seine Familie vor über fünfzehn Jahren in den Iran übersiedelte. Seine Integrationsleistungen sind bei der Entscheidung ebenso wenig berücksichtigt worden wie das fehlende soziale Netz in Afghanistan. Beides wurde entweder gar nicht geprüft oder es war den Behörden gleichgültig.
Wenn jetzt bei dem Kompromiss der Grün-Schwarzen Koalitionspartner vereinbart worden ist, dass vor Abschiebungen nach Afghanistan die zuständigen Behörden jeden Einzelfall besonders sorgfältig prüfen, heißt das, dass auf diese sorgfältige Prüfung bisher verzichtet worden ist.

Das zuständige Regierungspräsidium Karlsruhe soll nach dieser Vereinbarung künftig vor allen Abschiebungen unter Anderem prüfen, ob eine der folgenden Ausnahmen zutrifft: dass ein Flüchtling gut integriert ist, schon länger in Deutschland lebt und eine Ausbildung macht oder für seinen Lebensunterhalt selbst aufkommt. Zu dieser Prüfung wären die Behörden auch ohne einen solchen Kompromiss schon immer verpflichtet gewesen, wenn sie Asyl- und Flüchtlingsrecht ernst genommen hätten.
 
Diese Regelung kann im Einzelfall helfen. Doch schon die Aussage von Innenminister Strobl, dass sich jetzt weder die Rechtslage noch die Behördenpraxis geändert habe, zeigt, dass ein Umdenken nicht einmal in Ansätzen stattgefunden hat. Der Hauptvorwurf ist aber, dass der Kompromiss hinnimmt, dass die Bundesregierung aus politischen Motiven die von ihr selbst in Auftrag gegebene Einschätzung der Sicherheitslage in Afghanistan durch das UN-Flüchtlingswerk einfach ignoriert.

Der Freundeskreis Asyl Kirchberg fordert von den baden-württembergischen Landtagsabgeordneten, dass sie – wenn nicht schon geschehen - die UNHCR-Einschätzung der Sicherheitslage in Afghanistan anerkennen und darauf drängen, dass die Landesregierung Abschiebungen nach Afghanistan aussetzt.

Für Freundeskreis Asyl Kirchberg-Jagst: Bernard Cantré, Pfarrer Alfred Holbein und Hildegard Steiner


Folgende Mitglieder der beim kreisweiten Konvent am Donnerstag, dem 16. März 2017 in Eckartshausen anwesenden Flüchtlingsinitiativen unterstützen das Anliegen des Kircherger Freundeskreises Asyl und schließen sich seiner Forderung an:
Andreas Grandic und Hartmut Siebert, Freundeskreis Asyl Schwäbisch Hall
Beate Meier-Lang Begleitkreis Birkenhaus, Schwäbisch Hall
Pfarrerin Betty Bayer, Bezirksbeauftragte für Asyl und Migration, Kirchenbezirk SHA
Annette Wörner, Arbeitskreis Diakonie und Torsten Uhr, Pastor der Gemeinschaftsgemeinde Glocke, Schwäbisch Hall
Walter Gronbach, Freundeskreis Asyl Tüngental
Inge Kaiser und Wolfgang Rupp, Freundeskreis Asyl Crailsheim
Claudia Arndt, Freundeskreis Asyl Gerabronn
Klaus Förster, Arbeitskreis Asyl Vellberg
Michaela Garimort, Wolfgang Gold, Hannelore Wüstner, Kreisrätin Claudia Kern-Kalinke, und Peter Trumpp, Freundeskreis Asyl Ilshofen
Pfarrer Markus Götz, Freundeskreis Blaufelden
Andreas Grüb, Freundeskreis Asyl Langenburg
Irmgard Hetzel-Ulshöfer, Freundeskreis Asyl Gaildorf


Café am Abend

 Angebote im Schloss und im Adelheidstift

 

Unter neuem Namen und mit inhaltlicher Veränderung werden die Abende der Begegnung mit unseren Mitbürgern,die bei uns Asyl suchen, im Herbst fortgeführt.

Das Café am Abend findet weiterhin 2 Mal im Monat statt,doch ab sofort im Wechsel zwischen den Unterkünften

Schloss und Adelheidstift. Damit besteht die Möglichkeit alle teilnehmenden Bewohner kennen zu lernen und bereits bestehende Kontakte zu vertiefen.

 

Die Abende werden zukünftig unter einem Thema stehen,das auf die inzwischen vorhandenen Deutschkenntnisse der Menschen abgestimmt ist. Ein Abend wird von zwei bis drei Personen aus einem Vorbereitungsteam gestaltet.

Das Team ist offen für Menschen, die Freude an der Begegnung haben und Gestaltungsideen einbringen wollen.

Bei Interesse an der Mitarbeit und weiteren Infos sind Sie herzlich eingeladen an einem der kommenden Abende

teilzunehmen.

 

Die Termine zum "Café am Abend" stehen unter dem Link Termine